| 3 x Literaturpreis in Koblenz |
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Matinee und Preisverleihung am 12. März im Koblenzer Stadttheater KOBLENZ. Drei herausragende Autoren geben sich bei der diesjährigen Literaturmatinee, die vom Freundeskreis der Universität und dem Freundeskreis des Stadttheaters gemeinsam veranstaltet und in deren Rahmen auch der Koblenzer Literaturpreis verliehen wird, ein Stelldichein. Am Sonntag, 12. März, 11 Uhr treten die Literaturpreisträger aus 2000 und 2003, Norbert Scheuer und Annegret Held, sowie der diesjährige Preisträger Hanns-Josef Ortheil gemeinsam zu einer Lesung im Theater der Stadt Koblenz auf. "Wir freuen uns, dass sich der Koblenzer Literaturpreis inzwischen etabliert hat und zu einer festen Größe im Kulturleben der Stadt und der Region geworden ist", sind sich D. h.c. mult. Karl-Jürgen Wilbert, Vorsitzender des Freundeskreises der Universität, und Hubert Scherer, Vorsitzender des Freundeskreises des Stadttheaters, einig. "Grund genug bei der dritten Preisverleihung einmal zu schauen, wie sich die Preisträger weiterentwickelt und welche neuen literarischen Schritte sie gegangen sind." Literaturpreisträger Annegret Held und Norbert Scheuer … Literaturwissenschaftlerin Dr. Helga Arend vom Institut für Germanistik an der Universität zeichnet gemeinsam mit Schauspieldramaturg Stefan Kroner für das Programm verantwortlich. Im ersten Teil der Matinee lesen Annegret Held und Norbert Scheuer aus ihren aktuellen Werken und geben damit einen Einblick in ihr jüngstes literarisches Schaffen. Held hat sich mit dem Leben und Sterben in deutschen Altenheimen beschäftigt: "Die letzten Dinge", so der Titel ihres Romans, ist ein unsentimentales und gleichzeitig mitreißendes Buch über das Ende alter Menschen. Norbert Scheuer ist mit seinem neuen Erzählband "Kall, Eifel" in der Region geblieben. In Anlehnung an Sherwood Andersons "Winesburg, Ohio" sind seine Geschichten einzelnen Menschen aus dem Ort gewidmet, die in ihrer Zusammenstellung die ganze dörfliche, vielleicht sogar die ganze weltliche Gesellschaft abbilden. … treffen auf Hanns-Josef Ortheil Der zweite Teil der Matinee ist dem diesjährigen Preisträger Hanns-Josef Ortheil gewidmet, der für seine Texte "Abschied von den Kriegsteilnehmern", "Hecke" und "Beschreibung: Erwin Wortelkamps Tal bei Hasselbach im Westerwald" ausgezeichnet wird. Nach der Laudatio durch SWR-Landessenderdirektor Dr. Uwe Rosenbaum liest Ortheil aus einigen seiner, teilweise unveröffentlichten, Texte über Koblenz und Mozart, passend zu den zahlreichen Veranstaltungen, die Koblenz in diesem Jahr dem Komponisten widmet. Hanns-Josef Ortheil studierte Musikwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Mainz, Rom, Göttingen und Paris. Sein Studium schloss er 1976 mit der literaturwissenschaftlichen Promotion an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz ab. Nach Assistententätigkeit am Deutschen Institut der Universität Mainz, ist er seit 1990 Dozent für "Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus" an der Universität in Hildesheim. Für diesen Studiengang erhielt er 2002 die erste Professur in Deutschland. Der 1951 in Köln geborene Autor lebt heute in Stuttgart und Wissen im Westerwald, wo sein Elternhaus steht.
Auch das Rahmenprogramm der Literaturmatinee greift das Mozart-Jubiläumsjahr auf. Die Sopranistin Estelle Kruger und Bariton Alexander Polakovs interpretieren zwischen den Lesungen Mozart-Arien. Im Anschluss dürfen die Zuschauer im oberen und unteren Foyer bei den "Koblenzer Winzern" Moselweine und deftige Hausmacherbrote genießen. Auch hier kommt Mozart zum Tragen: Lassen Sie sich überraschen!
Karten für die Literaturmatinee gibt es im Stadttheater unter Tel.: 0261/ 129-2840 und -2841. |