„Nie konnt ich die Phantasie bezwingen“ PDF Drucken E-Mail

„Die Mosel“ mit Texten von der Mosel, über die Mosel und um die Mosel herum

KOBLENZ. Schon Friedrich Schlegel erklärte: „Das Wesen der Kunst besteht in ihrer Beziehung aufs Ganze. Diese Beziehung kann vom Künstler aber nur mit Mitteln hergestellt werden, die die Seele der Menschen ansprechen und ihre Herzen erreichen“. Die am 14. März stattfindende Literaturmatinee des Freundeskreises der Universität und des Freundeskreises Stadttheater, der Uni Koblenz und des Stadttheaters greift diesen Gedanken auf. Vorrangiges Ziel der Matinee ist es, das künstlerische Wirken in der Region an Rhein und Mosel, Ahr und Nahe von Schriftstellern früherer Tage und der heutigen Zeit publik zu machen. Die Matinee steht für Freude, Auseinandersetzung und Förderung von Literatur. „Wir haben auch in diesem Jahr ein hochkarätiges Programm zusammengestellt, dass dem hohen Niveau literarischen und künstlerischen Schaffens in der Region Koblenz Rechnung trägt“, sind sich die Vorsitzenden der Freundeskreise von Universität und Stadttheater, Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert und Hubert Scherer, einig.

Kraft der Verse

Literaturwissenschaftlerin Dr. Helga Arend und Dramaturgin Hilke Bultmann haben in diesem Jahr das literarische Programm mit Texten von der Mosel ausgesucht. Die Mosel, ihre Würde und Schönheit, die Menschen aus ihrer Region, der Wein von den steilen, weil so der Sonne näheren Hängen, aber auch das stets wiederkehrende Hochwasser sind Motive, die Dichter wie Clemens Brentano, Stefan Andres, Clara Viebig und Alfons Krisam literarisch verarbeitet haben. In ihren Versen, von bekannten Schauspielern des Theaters vorgetragen, spürt man die poetische Kraft und Leidenschaft mit der sie ihre Gefühle und Erlebnisse aber auch ihre Natursehnsucht und Begeisterung zum Ausdruck bringen. Clemens Brentano, in Ehrenbreitstein bei Koblenz geboren, schenkten Rhein und Mosel erste tiefe Eindrücke. „Und nie konnt ich die Phantasie bezwingen, die immer mich mit neuem Spiel umflocht“, bekennt er.

Musikalische Leckerbissen

Musikalisch umrahmt werden die Lesungen mit Werken von Giacomo Meyerbeer (1791-1864) und Jacques Offenbach (1819-1880). Die Mosel entspringt in Frankreich und der Name Meyerbeer hat eben dorthin Bezug. Er ist eng verknüpft mit der französischen Oper in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Viele seiner Werke wurden zu Welterfolgen. Offenbach war ein französischer Komponist und Cellist deutsch-jüdischer Abstammung. Er wurde berühmt als Operettenkomponist und gilt als Begründer dieser Gattung des Musiktheaters. Er verbindet in seinen Werken schwungvolle, eingängige Musik mit einer oft satirisch hintergründigen Handlung, die deutliche Anspielungen auf die Sitten, Personen und Ereignisse seiner Zeit aufweist.

Kulinarischer Genuss

Nach dem kulturellen erwartet die Besucher ein kulinarischer Genuss. Im oberen Foyer ist dem Thema der Matinee entsprechend eine „Strausswirtschaft“ eingerichtet. Lehmener Winzer schenken Moselwein aus und bewirten die Gäste mit herzhaften „Hausmacherbroten“. Der Service liegt in den Händen der „Lehmener Razejungen“. Selbst hier halten es die Veranstalter mit der Tradition. Der Razejung mit korbgeflochtener Kippe auf dem Rücken ist eine Symbolfigur im Moselort Lehmen. Ihr widmen die Lehmener Bürger jedes Jahr am letzten Juniwochenende das Heimat- und Winzerfest.

Der Vorverkauf für die Literaturmatinee läuft bereits. Karten gibt es an der Theaterkasse unter 0261/1292840 und -1292841.

Weitere Informationen zur Literaturmatinee,
Freundeskreis der Universität in Koblenz, c/o Handwerkskammer Koblenz, 56063 Koblenz,
Tel.: 0261/398-221, Fax: -994, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Das Plakat zur Matinee kann unter www.koblenzer-literaturpreis.de/aktuelles/bilder.htm herunter geladen werden.