Wichtiger Impuls fürs literarische Leben PDF Drucken E-Mail

Wettbewerbsfrist des zweiten Koblenzer Literaturpreises läuft

KOBLENZ. Im Frühjahr 2000 wurde er erstmals überreicht, gegenwärtig läuft die Wettbewerbsfrist für die zweite Vergabe des alle drei Jahre ausgeschriebenen Koblenzer Literaturpreises. Erster Preisträger war der in der Eifel lebende Norbert Scheuer, Jahrgang 1951, der für seinen (demnächst auch verfilmten) Roman "Der Steinesammler" ausgezeichnet wurde.

Scheuer erfüllte ideal die Voraussetzungen für den vom Freundeskreis der Universität Koblenz und dem des Theaters der Stadt gemeinsam initiierten und vergebenen, von der Volksbank Mittelrhein im wesentlichen gesponserten und mit 13 000 Euro dotierten Koblenzer Literaturpreises, denn angesprochen sind Autorinnen und Autoren, die entweder im nördlichen Rheinland-Pfalz leben bzw. deren Werk diese Region thematisiert.

Gefördert werden sollen, wie Karl-Jürgen Wilbert und Hubert Scherer, Vorsitzende des Freundeskreises der Universität bzw. des Theaters der Stadt betonen, vor allem auch neue und experimentelle Wege in der Literatur. Deshalb verzichtet die Ausschreibung des Koblenzer Literaturpreises, der gleich vom Start weg zu den höchstdotierten Preisen der deutschen Literaturszene gehörte, auf alle Gattungsgrenzen. Autoren können sich mit bis zu drei bereits veröffentlichten oder in Manuskriptform vorliegenden Arbeiten beteiligen; denkbar ist auch die Preisvergabe für das Gesamtwerk einer Schriftstellerin oder eines Schriftstellers.

Wie wichtig der Koblenzer Literaturpreis für das literarische Leben der Region und für deren Autoren, über die finanzielle Förderung hinaus, ist, zeigt wiederum das Beispiel des ersten Preisträgers. Norbert Scheuers "Steinesammler" erntete nach dem Koblenzer auch den Eifeler Literaturpreis; sein zweiter Roman (Arbeitstitel "Doros Hut") erscheint im renommierten C. H. Beck Verlag. Erfolge, die, wie Scheuer einräumt, ohne den Koblenzer Literaturpreis kaum oder zumindest nicht so schnell gekommen wären. Auch deshalb darf man auf die nächste Preisträgerin bzw. den nächsten Preisträger gespannt sein.

Über die eingereichten Beiträge entscheidet, nach der Vorauswahl durch das an dem Projekt beteiligte Institut für Germanistik der Universität Koblenz, eine mit Literaturwissenschaftlern, Medienvertretern und den Vorsitzenden der Freundeskreise besetzte Jury. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2002.

Weitere Informationen,
Freundeskreis der Universität in Koblenz, c/o Handwerkskammer Koblenz, 56063 Koblenz,
Tel.: 0261/ 398-221, Fax: -994, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
An diese Adresse sind auch die Wettbewerbsbeiträge zu richten.